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Quellen:
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Illustrierter Motorsport (Zeitschrift)
Svet motoru (Zeitschrift)
Hotbox

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Dieter Georg, Reiner Brand, Dietmar Graupner, Uwe Lorenz, Gerhard Hahnel, Christoff Ziegenbalg (Rennfahrer)
Jürgen Müller: Schleizer Dreieckrennen - Die Ergebnisse (Buch)
Angelika Schalle
Steffen Enke
Formel 3 Guide
Helga Heinrich:
Die Rennamazone aus dem Vogtland (Buch)
Motorsport in der DDR 1977
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
DDR Meisterschaft 1977
Tourenwagen A bis 600 ccm
1 Kessler,Hans Dieter DDR Schmalkalden 27
2 Assmann,Helmut DDR Gotha 22
3 Heimbuerger,Ulf DDR Erfurt 21
4 Schumann,Klaus DDR Luetzkendorf
5 Nefe,Bruno DDR Gotha
6 Gaida,Udo DDR Leipzig
Rennwagen B8 bis 1300 ccm LK I
1 Guenther,Wolfgang DDR Finsterwalde-Shiguli SEG 37
2 Lindner,Heiner DDR Leipzig-Shiguli SRG 35
3 Kuether,Wolfgang DDR Dresden-SEG Shiguli 30
4 Kramer,Frieder DDR Zwickau-SEG Shiguli
5 Guenther,Klaus DDR Erfurt-SEG Shiguli
6 Krug,Wolfgang DDR Grossenhain-SEG Lada
Gesamtwertung Sportwagen B6 bis 1150 ccm DDR Bestenermittlung
1 Roebke,Peter DDR Gotha-Spyder Wartburg
2 Aley,Peter DDR Halle-RS1000
3 Olzscha,Bernd DDR Crossen-Spyder Wartburg
4 Beck,Thomas DDR Erfurt-RS1000
5 Ludwig,Klaus DDR Zwickau-Spyder Wartburg
6 Melkus,Heinz DDR Dresden-RS1000/1120
Gesamtwertung Tourenwagen A bis 1300 ccm
1 Muecke,Peter DDR Berlin-Zastava 1100 30
2 Sonntag,Sieghard DDR Marienberg-Wartburg 353 22
3 Ruddis,Peter DDR Dresden-Lada 15
4 Guenther,Manfred DDR Scheibenberg-Wartburg 353
5 Thomas,Lothar DDR Radeberg-Skoda S120
6 Korth,Werner DDR Berlin-Shiguli
Gesamtwertung Rennwagen B8 bis 1300 ccm LK II DDR Bestenermittlung
1 Siegert,Heinz DDR Leipzig-Melkus Shiguli 42
2 Melkus,Peter DDR Dresden-SEG MT 77 27
3 Kasper,Bernd DDR Dresden-SRG MT 77 25
4 Staecker,Klaus DDR Dresden-SEG Shiguli
5 Berger,Manfred DDR Bitterfeld-HTS Shiguli
6 Ludwig,Klaus DDR Zwickau-SEG Shiguli
Gesamtwertung Bergrennen A21 bis 600ccm Bezirksmeisterschaft Erfurt
2 Brand,Reiner DDR Trabant 601
Bergrennen Oelsnitz
15.5.1977
Sportwagen
3 Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Bergrennen Südharz
29.5.1977
Sportwagen
6 Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Adlersberg/Wolfsberg
14.-15.05.1977
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
1 Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
3. Adlersberg Bergrennen
4.-5.06.1977
4.6km
Tourenwagen 11 bis 600 ccm
1 Malsch-Spitzner,Ulli DDR Eisenach-Trabant
Tourenwagen 12 bis 1000 ccm
1 Braune,Gerrit DDR Gotha-Wartburg
Tourenwagen 13 bis 1300 ccm
1 Willing,Reinhard DDR Gotha-Shiguli 2101
Spezialtourenwagen A21 bis 600 ccm
1 Heimbuerger,Ulf DDR Erfurt-Trabant
2 Kessler,Hans-Dieter DDR Schmalkalden-Trabant
Spezialtourenwagen A22 bis 1300 ccm
1 Phillip,Manfred DDR Berlin-Wartburg
Sportwagen bis 1300 ccm
1 Roebke,Peter DDR Gotha-SEG Spyder
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Bestenermittlung LK II
1 Siegert,Heinz DDR Leipzig-Melkus Shiguli
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
1 Nagelschmidt,Frank DDR Erfurt-Lada
Unfall im Training: Sprockhoff-Eschrisch (beide Beine gebrochen) - Im Auslauf mit ca. 100 km/h zusammengefahren
Heiligenstadt
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
DNF Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
Sportwagen
7 Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Bergrennen Schwarzenberg
26.6.1977
Sportwagen
3 Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Geyersdorf Annaberg
21./22.5.1977
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
1 Graupner,Dietmar DDR Annaberg-SEG III
3 Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
Sportwagen
3 Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Inselsberg
Rennwagen B8 bis 1300 ccm LK I
9 Graupner,Dietmar DDR Annaberg-SEG III
Haynroda
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
Unfall Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
Heuberg
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
1 Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
Sportwagen
DNF Heinrich,Helga DDR Dacia Spider
Bad Liebenstein
3./4.9.1977
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
4 Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-MT 77 Lada
10. Bergrennen Hundeshagen
Tourenwagen A21 bis 600 ccm
3 Brand,Reiner   DDR  Gotha-Trabant 601
Sachsenring Rennen
Hohenstein Ernsthal
8.-10.07.1977, 100.000 Zuschauer, 8.618 km
Regenwetter
Tourenwagen A bis 600 ccm DDR-Meisterschaft
Nach Unfall von 8 Fahrzeugen in der 1. Runde bei der Stadtdurchfahrt wurde das Rennen abgebrochen.
Tourenwagen A bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft
Nach Unfall der drei führenden CSSR-Fahrer in der 1. Runde bei der Stadtdurchfahrt wurde die Veranstaltung abgebrochen.
Dabei wurde der Fahrer mit der Startnummer 27 Vladislav Ondrejik (CSSR), Skoda S 130 RS, tödlich verletzt.
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
8 Runden, am Start 25 Fahrer
1 Lindner,Heiner DDR Leipzig-Shiguli SRG
2 Patlejch,Albin CSSR MTX WAS
3 Guenther,Wolfgang DDR Finsterwalde-Shiguli SEG
4 Lim,Vaclav CSSR Avia
5 Kramer,Frieder DDR Zwickau-SEG Shiguli
6 Moskal,Jiri CSSR MTX 1-03
7 Vancura,Jiri CSSR MTX 1-03
8 Kuether,Wolfgang DDR Dresden-SEG Shiguli
9 Rosicky,Jiri CSSR MTX 1-03
10 Krug,Wolfgang DDR Grossenhain-SEG Lada
11 Guenther,Klaus DDR Erfurt-SEG Shiguli
12 Hoffmann,Helmut DDR Berlin-SEG Lada
13 Mlcek,Jaroslaw CSSR MTX 1-03
14 Thassler,Hartmut DDR Rackwitz-HTS
15 Nagelschmidt,Frank DDR Erfurt-Lada
16 Koemstedt,Ruediger DDR Eisenach-Lada
17 Worm,Volker DDR Leipzig-HTS
18 Klinger,Guenther DDR Leipzig-Lada Eigenbau
19 Kuhn,Manfred DDR Berlin-Zastava
schnellste Runde: Patlejch 3:34,2=144,840km/h
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Bestenermittlung LK II
8 Runden, am Start 25 Fahrer
Auf Grund des Zeitverzuges ist das Rennen ausgefallen.
Text aus Illustrierter Motorsport 8/77
Der grosse Hammer
Die Automobilrennfahrer hatten am Sonnabend Nachmittag und auch am Vormittag des Sonntags Gelegenheit zum Training. Dabei bestanden vorwiegend günstige Streckenverhältnisse.
Am Sonntag um 12 Uhr 30 eröffneten die Fahrer der Klasse Spezialtourenwagen bis 600 ccm, also die schnellen Trabant, das Rennen. Streckensprecher Joachim Eisold hatte gerade noch das farbenfrohe Bild dieses Feldes geschildert, als starker Regen einsetzte. Die Wagen, jetzt alle mit Einvergaser-Motoren, die besten bis etwa 60 PS, wurden auf die 8-Runden Reise geschickt, aber schon nach der ersten Runde fehlte die gesamte Spitze. Die Ursache: in der Stadt waren 8 Wagen, die der in Führung liegenden Fahrer, aufeinandergeprallt. Ein Fahrer, Wolfgang Wöhner vom MC Gotha, wurde dabei verletzt und zur stationären Behandlung in das Krankenhaus gebracht.
Der Lauf wurde sofort abgebrochen, kein Fahrer ging in die zweite Runde.
Man beriet und entschied, angesichts der schlechten Witterungsbedingungen nur noch die Läufe mit den Rennwagen der Leistungsklasse I und mit den großen Spezialtourenwagen im Programm zu lassen. Aus Sicherheitsgründen - es regnete unablässig und stark - wurde jeweils eine Einführungsrunde im geschlossenen Feld vorgeschrieben, aus der es dann am Start und Ziel ohne Halt, im fliegenden Start ins Rennen ging. Bei den Rennwagen bewährte sich das ausgezeichnet. Für uns gab es hier sogar den einzigen DDR-Sieg beider Tage: Heiner Lindner (MC Leipzig) bewies einmal mehr seine große Klasse, mit ihm Wolfgang Günther (Dynamo Finsterwalde) und Frieder Kramer (Zwickau). Ulli Melkus, der hier sicherlich ebenfalls ein gewichtiges Wort mitgesprochen hätte, war schon nach der ersten Runde ausgefallen.
Es war schon, vor allem nach der Enttäuschung vom ersten Lauf, eine großartige, begeisternde Angelegenheit, ein spannendes Rennen im strömenden Regen. Und es hätte auch so weiter gehen können, aber ...
Der folgende und als Abschluss vorgesehene Lauf der schnellen Spezialtourenwagen bis 1300 ccm, in dem wir sicherlich trotz ausgezeichneter Fahrer und hervorragend zurechtgemachter Fahrzeuge kaum eine Siegchance gegenüber den Skoda-Fahrern aus der CCSR hatten, wurde also in gleicher Manier gestartet, wie zuvor die Rennwagen, in der ersten Startreihe die CSSR-Sportler Zdenek Vojtech, Vlastimil Tomasek und Vladislav Ondrejik. Ihnen folgte als bester DDR-Fahrer Peter Mücke (Autotrans Berlin) mit seinem schnellen Zastava.
Die Einführungsrunde funktionierte. Es war ein herrliches Bild, als das starke Feld geschlossen, in dichten Gischt gehüllt, vom heiteren Blick herunterrollte. Und wie im Lauf der Spezial-Trabant fehlten auch hier nach der ersten Runde die führenden Fahrzeuge, die der drei genannten CSSR-Fahrer. Als erster Fahrer kam Peter Mücke aus der Runde. Ihm wurde gleich die rote Flagge gezeigt, auch allen dahinter. Das Rennen war aus, abgebrochen.
Die Fahrzeuge der drei besten Fahrer der CSSR Mannschaft waren kollidiert, auch wieder in der Stadt. Dabei hatte Vladislav Ondrejik so schwere Verletzungen erlitten, das er trotz aller ärztlichen Fürsorge noch am Abend im Krankenhaus verschied.
©1977 IMS
Schleizer Dreieck Rennen
29.-31.07.1977, 100.000 Zuschauer, 7,631 km
Sonne, warm
Tourenwagen A2 bis 600 ccm DDR-Meisterschaft
6 Runden, am Start 28 Fahrer
1 Kessler,Hans Dieter DDR Schmalkalden Trabant 60123:12,6=118,301km/h
2 Assmann,Helmut DDR GothaTrabant 60123:36,9
3 Schumann,Klaus DDR LuetzkendorfTrabant 60124:06,8
4 Gaida,Udo DDR Leipzig Trabant 60124:27,1
5 Heimbuerger,Udo DDR ErfurtTrabant 60124:35,8
6 Nefe,Bruno DDR Gotha Trabant 601
7 Moebius,Hans Dieter DDR Leipzig Trabant 601
8 Stiebritz,Juergen DDR Gotha Trabant 601
9 Forbrig,Peter Juergen DDR Gotha Trabant 601
10 Gohlke,Klaus DDR BerlinTrabant 601
11 Eissler,Frank DDR Leipzig Trabant 601
12 Andreas,Juergen DDR Gotha Trabant 601
13 Kleinz,Uwe DDR Eisenach Trabant 601
14 Hoppstock,Otto DDR Leipzig Trabant 601
15 Hromada,Dieter DDR Leipzig Trabant 601
16 Sandig,Klaus DDR Leipzig Trabant 601
17 Walter,Dieter DDR Berlin Trabant 601
18 Georg,Andreas DDR Dresden-Radeburg Trabant 601
19 Fernau,Hans DDR Magdeburg Trabant 601
20 Langer,Bernd DDR Bischofswerda Trabant 601
21 Schwarz,Manfred DDR Dresden Trabant 6011 Rd. zur.
22 Krautwurst,Guenter DDR Schleiz Trabant 6011 Rd. zur.
23 Baer,Manfred DDR Sonneberg Trabant 6011 Rd. zur.
schnellste Runde: Kessler 3:49,4=119,754km/h
Tourenwagen A2 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft
8 Runden, am Start 16 Fahrer
1 Muecke,Peter DDR Berlin Zastava28:28,7=128,620km/h
2 Sonntag,Sieghard DDR Marienberg Wartburg 35328:34,3
3 Ruddis,Peter DDR Dresden Lada28:36,5
4 Ziemer,Dieter DDR Berlin WAS210128:57,0
5 Guenther,Manfred DDR Scheibenberg Wartburg 353 29:15,7
6 Korth,Werner DDR Berlin Shiguli
7 Isensee,Dietmar DDR Stendal Wartburg 353
8 Mueller,Bernd DDR Greiz Lada
9 Kornacker,Horst DDR Potsdam WAS 21011
10 Frank,B DDR Halle WAS 2101
11 Voigt,Hans Peter DDR Spremberg Wartburg 353
12 Kloss,Dietmar DDR Dresden Wartburg 353
schnellste Runde: Muecke 3:25,9=133,422km/h
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Meisterschaft LK I
9 Runden, am Start 14 Fahrer
1 Guenther,Wolfgang DDR FinsterwaldeShiguli SEG 29:04,8=141,704km/h
2 Lindner,Heiner DDR LeipzigShiguli SRG 29:08,0
3 Kuether,Wolfgang DDR DresdenSEG Shiguli 29:52,6
4 Melkus,Heinz DDR DresdenSEG MT 77 29:57,5
5 Guenther,Klaus DDR ErfurtSEG Shiguli 29:59,2
6 Krug,Wolfgang DDR GrossenhainSEG Lada 30:19,5
7 Hoffmann,Helmut DDR BerlinSEG Lada 31:17,7
8 Klinger,Guenther DDR LeipzigLada Eigenbau 31:33,1
9 Worm,Volker DDR LeipzigHTS 32:13,9
10 Koemstedt,Ruediger DDR EisenachLada 1 Rd. zur.
DNF Melkus,Ulli DDR DresdenSEG MT 77
schnellste Runde: Melkus,U. 3:10,0=144,587km/h
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Bestenermittlung LK II
7 Runden, am Start 21 Fahrer
1 Melkus,Peter DDR DresdenSEG MT 7723:11,4=138,207km/h
2 Siegert,Heinz DDR LeipzigMelkus Shiguli23:17,9
3 Kasper,Bernd DDR DresdenSRG MT 7724:02,1
4 Staecker,Klaus DDR DresdenSEG Shiguli24:08,1
5 Schaefer,Mathias DDR DresdenHTS Shiguli24:10,2
6 Ludwig,Klaus DDR ZwickauSEG Shiguli
7 Schroeter,Siegfried DDR LauchhammerSEG Lada
8 Queitsch,Bernd DDR LeipzigHTS
9 Goerlitz,Horst DDR FinsterwaldeSEG III
10 Steinmetz,Ludwig DDR CottbusSEG Shiguli
11 Gerth,Klaus Ullrich DDR SchmoellnLada
12 Willmann,Joachim DDR BerlinHTS
13 Jurisch,Ullrich DDR BautzenHTS
14 Weiss,Peter DDR DresdenShiguli
15 Schaller,Dieter DDR KMSShiguli 21011
16 Lehmann,Manfred DDR BerlinMelkus 2101
17 Hoerger,Steffen DDR DresdenShiguli
18 Kernchen,Norbert DDR MeiningenSEG Lada 1 Rd. zur.
19 Hauser,Horst DDR StendalMelkus Shiguli 1 Rd. zur.
schnellste Runde: Melkus,P. 3:16,1=140,090km/h
Tourenwagen A2 bis 1300 ccm Pokallauf
12 Runden, am Start 28 Fahrer
1 Horsak,Oldrich CSSR Skoda 130RS39:21,3=139,609km/h
2 Zid,Milan CSSR Skoda 130RS 39:22,5
3 Vojtech,Zdenek CSSR Skoda 130RS 39:23,0
4 Brunclik,Oldrich CSSR Skoda 130RS 39:23,4
5 Tomasek,Vlastimil CSSR Skoda 130RS 39:43,2
6 Michl,Josef CSSR Skoda 110R40:18,9
7 Enge,Brestislav CSSR Skoda 130RS 40:35,7
8 Bares,Ladislaw CSSR Skoda 130RS 40:42,4
9 Waischwila,Valeri UdSSR WAS 21011 40:55,3
10 Muecke,Peter DDR BerlinZastava 42:05,6
11 Thomas,Lothar DDR RadebergSkoda S120 42:09,4
12 Samyslow,Aleksandr UdSSR WAS 21011 42:27,8
13 Gaal,Pal H Lada 21011 42:37,3
14 Sonntag,Sieghard DDR MarienbergWartburg 353 42:45,2
15 Truchin,Vladimir UdSSR WAS 21011 1 Rd. zur.
16 Szenbenyi,Laszlo H Lada 1300 1 Rd. zur.
17 Martinovsky,Petr CSSR Skoda 120S 1 Rd. zur.
18 Ziemer,Dieter DDR BerlinWAS2101 1 Rd. zur.
19 Bervid,Vaclav CSSR Fiat 128p 1 Rd. zur.
20 Guenther,Manfred DDR ScheibenbergWartburg 353 1 Rd. zur.
21 Tantchev,Bozin BG WAS 1 Rd. zur.
22 Kryntchev,Stefan BG WAS 2 Rd. zur.
23 Nagy,Andras H Skoda 120 4 Rd. zur.
DNC Nagy,Andras H Lada
DNF Carski,Ivan BG Lada
DNF Zimmermann,Bernd DDRSkoda
DNF Nikolov,Ivan BG Lada
schnellste Runde: Brunclik 3:10,9=143,908km/h
Pokallauf Rennwagen B8 bis 1300 ccm
12 Runden, am Start 28 Fahrer
1 Melkus,Ulli DDR DresdenSEG MT 7737:54,1=144,962km/h (SR)
2 Lim,Vaclav CSSR Avia 38:26,5
3 Cerva,Jiri CSSR MTX 1-03 38:33,6
4 Jilek,Karel CSSR MTX 1-03 38:53,3
5 Lindner,Heiner DDR LeipzigShiguli SRG 38:53,8
6 Patlejch,Albin CSSR MTX WAS 38:56,0
7 Napa,Tomas UdSSR Estonia 38:56,3
8 Kuether,Wolfgang DDR DresdenSEG Shiguli 39:38,1
9 Sarap,Raul UdSSR Estonia 39:47,9
10 Barkowski,Vladislaw UdSSR Estonia 39:59,2
11 Mlcek,Jaroslaw CSSR MTX 1-0340:14,4
12 Krug,Wolfgang DDR GrossenhainSEG Lada 40:16,6
13 Vancura,Jiri CSSR MTX 1-03 40:21,9
14 Placek,Bohumir CSSR MTX 1-03 40:35,6
15 Kielbania,Josef PL RAK 40:57,5
16 Biernacki,Marcin PL RAK Polski Fiat 41:06,9
17 Hoffmann,Helmut DDR BerlinSEG Lada 1 Rd. zur.
18 Lukaschewizsch,Valeri UdSSR Estonia 1 Rd. zur.
19 Oczkowski,Aleksander PL Promot 1 Rd. zur.
20 Bartkowiak,Otto PL Promot1 Rd. zur.
21 Jagiolski,Stefan PL RAK Polski Fiat 1 Rd. zur.
22 Hinov,Kaltchev BG MTX 2 Rd. zur.
23 Kovacz,Sandor H Lada KLG 3 Rd. zur.
24 Valovic,Frantisek CSSR MTX 1-03 4 Rd. zur.
25 Koval,Jaroslaw CSSR MTX 1-03 6 Rd. zur.
DNF Günther,Wolfgang DDR Shiguli SEG
DNF Günther,Klaus DDR Shiguli SEG
DNF Rosicky,Jiri CSSR MTX 1-03
Startaufstellung
1 Lim,Vaclav CSSR
2 Melkus,Ulli DDR
3 Lindner,Heiner DDR
4 Cerva,Jiri CSSR
5 Guenther,Wolfgang DDR
6 Jilek,Karel CSSR
7 Napa,Tomas UdSSR
8 Barkowski,Vladislaw UdSSR
10 Biernacki,Marcin PL
schnellste Runde: Melkus 3:07,7=146,907km/h
Sportwagen B6 bis 1300 ccm International
8 Runden, am Start 15 Fahrer
1 Adamek,Miroslav CSSR Birkner NSU 26:21,2=138,991km/h
2 Michalik,Viktor CSSR Spyder Skoda 27:25,1
3 Ludwig,Klaus DDR ZwickauSpyder Wartburg 29:20,0
4 Roebke,Peter DDR GothaSpyder Wartburg 1 Rd. zur.
5 Gruener,Eberhard DDR ZwickauSpyder Lada 1 Rd. zur.
6 Aley,Peter DDR HalleRS1000 1 Rd. zur.
7 Beck,Thomas DDR ErfurtRS1000 1 Rd. zur.
8 Heinrich,Helga DDR ZwickauSpyder Dacia 1 Rd. zur.
9 Hoeppner,Dieter DDR RackwitzRS1000 1 Rd. zur.
10 Olzscha,Bernd DDR CrossenSpyder Wartburg 1 Rd. zur.
11 Hausmann,Frank DDR OscherslebenRS1000 2 Rd. zur.
schnellste Runde: Adamek 3:14,8=141,024km/h
Text aus Illustrierter Motorsport 9/77
"Ulli das ist ein Teufel"
Als am Sonntag der Pokallauf mit den B8-Rennwagen, wohl das schönste Rennen dieses Tages überhaupt, abgeschlossen war, rief mir Frau Neumanova Chefredakteurin einer Automobil-Zeitschrift der CSSR zu: "Unsere Leute sagen, Ulli das ist ein Teufel".
In deutsch würde man sicher sagen: ein Teufelskerl! Und in der Tat: ähnlich wie Heiner Lindner (Leipzig) auf dem Sachsenring, so hat Ulli Melkus auch diesmal auf dem Schleizer Dreieck im Lauf um den Pokal der Freundschaft begeistert. 28 Fahrer waren am Start, doch keiner war so schnell wie er auf seinem SRG MT 77 Lada. Schon im DDR-Meisterschaftslauf, dem Auftaktrennen des Sonntags, hatte er bei trüben, kaltem, stark windigen aber trockenem Wetter, den alten Klassenrekord gebrochen, bevor er wegen Bruchs des Ölfilters aufgeben musste. Im Pokallauf überbot er dann seinen eigenen neuen Rundenrekord und dazu auch noch den Streckenrekord seiner Klasse.
Mit dem gleichen Wagentyp hatte - wie gesagt - Heiner Lindner auf dem Sachsenring gewonnen in Schleiz auch Peter Melkus in seinem aller ersten Rennwagenlauf, noch in der Leistungsklasse II , die ersten 15 Punkte zur Bestenermittlung des ADMV der DDR erkämpft.
Die Rennwagenklasse ist sehr beliebt bei den Aktiven - das Rennprogramm enthielt die Namen von 48 Fahrern allein aus der DDR - und den Zuschauern. Sie laufen nämlich mit völlig serienmäßigen Motoren, nun nahezu alle mit dem des Lada. Das heißt, das alle Fahrzeuge etwa die gleiche Motorleistung haben. Da auch ein Mindestgewicht vorgeschrieben ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten für etwaige Manipulationen gegenüber der Konkurrenz. Eine ist die Verbesserung der Windschlüpfrigkeit, oder richtiger: die Verringerung des Luftwiederstandsbeiwerts. SRG MT 77 heißt: Sozialistische Renngemeinschaft - Melkus Thaßler 77. Hier wurde ein völlig neues Fahrgestell entworfen, der Motor einschließlich Getriebe weiter nach vorn gerückt und das Wichtigste, eine neue und in jeder Hinsicht optimale Verkleidung entworfen, deren enorme Vorteile im Windkanal bestätigt werden konnte.
Wenn zu diesem Fahrzeug mit hervorragender Straßenlage auch noch meisterliches Fahrkönnen kommt, dann ist eigentlich der Sieg sicher. Oder nicht? Na ja, ein bisschen Glück gehört wohl auch dazu, und das hatte Ulli Melkus im vorhergehenden Meisterschaftslauf gefehlt.
Aber auch andere hatten Pech: beispielsweise Frieder Kramer (Zwickau). Schon im Training war er mit einem anderen Fahrer kollidiert und dabei ist sein Wagen so stark beschädigt worden, dass der im Rennen nicht mehr eingesetzt werden konnte. Oder Manfred Kuhn, der Berliner Post-Sportler. Erst hatte sein Wagen im Fahrerlager gebrannt, und Manfred Kuhn war glücklich, das alles noch so glimpflich abgelaufen war, dann kollidierte er im Training bei Höchstgeschwindigkeit mit einem Reh, das über die Fahrbahn wechselte (am Schauerschacht Anm. R.P.), und das war zuviel. Auch dieses Fahrzeug musste zum Rennen im Fahrerlager bleiben.
Solcher Beispiele gab es mehr. Mit ihnen soll nur gesagt werden, dass es immer auch eine Reihe von Fakten gibt, die niemand gern schon vorher in seine Kalkulation einbezieht.
Übrigens tauchte diesmal der Name Melkus im Schleizer Programm der beiden Rennwagenklassen gleich dreimal auf. Einmal mit dem Vornamen Heinz, dann mit Ulli und zum dritten mit Peter. Und es ist wirklich alles eine Familie, nicht wie bei den Günthers, wo Wolfgang, Klaus und Manfred sonst nichts weiter gemein haben.
Heinz Melkus, der Vater der beiden rennsportbegeisterten Söhne, versicherte, das er keineswegs, die Absicht hege, nach langer Pause nun wieder voll in den Rennwagensport einzusteigen. Er betätige sich jetzt nach wie vor vorrangig Sportwagenrennsport. Im Rennwagen fährt er lediglich mit, um als Konstrukteur Erfahrungen zu sammeln und - weil es eben Spaß macht.
Bei den Spezialtourenwagen bis 600 ccm waren die meisten der auf dem Sachsenring stark ramponierten Wagen der Spitzenfahrer wieder voll Einsatzfähig, aber auch diesmal hatte Hans Dieter Kessler (Schmalkalden) mit seinem Trabant die Nase am weitesten vorn und Helmut Aßmann (Gotha) mit Abstand das Nachsehen. Die Fahrer dieser Klasse und auch die der großen Spezialtourenwagen bis 1300 ccm waren am Sachsenring durch den vorzeitigen Abbruch um ihre Punkte gekommen. Das war bei der ohnehin geringen Anzahl von Wertungsläufen eine ziemlich bitter Pille. Aber in Schleiz lief alles, und die Ergebnisse entsprachen offensichtlich den Realitäten.
Peter Mücke, der Berliner, der inzwischen vom MC Lockwitzgrund in einen einheimischen Motorsportklub (Auto Trans Berlin) zurückgekehrt ist, bewies nicht nur im DDR-Meisterschaftlauf seine und seines Fahrzeugs Qualitäten, sondern auch im internationalen Pokallauf dieser Klasse, obwohl er da mit seinem Zastava 1100 hinter der CSSR Elite auf den superschnellen Skoda 130RS und den sowjetischen Lada-Fahrer Valeri Waischwila nur Zehnter geworden war. Aber immerhin war er auch da der beste unserer Garde vor Lothar Thomas (Lockwitzgrund) auf Skoda.
Wer Peter Mücke und sein "Mücken-Team" bei den Vorbereitungen zu einem Rennen beobachtet, der kann nur staunen angesichts der unbeschreiblichen Präzision, mit der alles läuft. Hier wird ganz bewusst auf höchstmögliche Sicherheit und - auf den Sieg gearbeitet. Beispielhaft für so manchen Fahrer, der da meint, man brauche nur Fahrtalent, um sozusagen von Sieg zu Sieg zu eilen.
Auch in dieser Klasse gab es wieder einen Pechvogel, Klaus Peter Krause. Zum Meisterschaftsrennen konnte er nicht antreten, weil es an seinem Zastava unmittelbar vor dem Start einen Platten gegeben hatte.
Der Lauf der Sportwagen der Gruppe B6 bis 1300 ccm war ein Kampf mit allzu unterschiedlichen Waffen. Es schien als hätte das Gros der Fahrer die Aufgabe, die Einzelleistung des Siegers erst noch in das rechte Licht zu rücken. Das einzig Positive: Unsere Fahrer dieser Klasse hatten eine zusätzliche Startmöglichkeit.
...
Unsere Sportfreunde vom MC Schleizer Dreieck hatten sich auch diesmal gut auf ihre Rennen vorbereitet. Sie hatten die Werbetrommel gerührt, dass man den Ruf auch im letzten Winkel der DDR hörte. Ihre Regsamkeit wurde belohnt mit der kleinen Portion Glück, die eben für den vollen Erfolg notwendig ist. Und Schleiz 1977 war ein voller erfolg. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Erwin Riefke
©1977 IMS
Frohburger Dreieck Rennen
25.9.1977, 5,8 km
Rennwagen B8 bis 1300 ccm DDR-Bestenermittlung LK II
6 Runden
1 Siegert,Heinz DDR Leipzig-Melkus Shiguli
2 Melkus,Peter DDR Dresden-SEG MT 77
3 Kasper,Bernd DDR Dresden-SRG MT 77
4 Steinmetz,Ludwig DDR Cottbus-SEG Shiguli
5 Staecker,Klaus DDR Dresden-SEG Shiguli
6 Schroeter,Siegfried DDR Lauchhammer-SEG Lada
7 Willmann,Joachim DDR Berlin-HTS
8 Weiss,Peter DDR Dresden-Shiguli
9 Queitsch,Bernd DDR Leipzig-HTS
10 Lehmann,Peter DDR Berlin-SEG
11 Kernchen,Norbert DDR Meiningen-SEG Lada
12 Hoerger,Steffen DDR Dresden-Shiguli
13 Schaller,Dieter DDR KMS-Shiguli 21011
14 Jurisch,Ullrich DDR Bautzen-HTS
15 Schulz,Martin DDR Berlin-Shiguli
Unfall Schaefer,Mathias DDR Dresden-HTS Shiguli
schnellste Runde: Siegert 2:27,4=141,655km/h
Rennen und weitere Veranstaltung nach tödlichem Unfall von Matthias Schaefer abgebrochen
Text aus Illustrierter Motorsport 8/77
Für die Automobilrennsportler ging die Saison 1977 genauso wenig glücklich zu Ende wie sie begann. Auf dem Sachsenring, bei strömenden Regen, waren seinerzeit lediglich die Rennwagenfahrer der Leistungsklasse I in der Meisterschaft zum Zuge gekommen, und am Frohburger Dreieck starteten ausschließlich die der Leistungsklasse II. Sie fuhren - übrigens wie eine Woche zuvor auch die Motorradsportler auf trockener Piste - das Auftaktrennen, doch noch vor Ablauf der vorgesehenen 10 Runden wurde ihnen bereits die schwarzweißkarierte Flagge gezeigt. S hatte auch hier einen Unfall gegeben. Matthias Schäfer vom MC Betonwerke Dresden war eingangs der Stadt von der Strecke abgekommen und dabei tödlich verunglückt. Die Rennleitung sah sich daraufhin veranlasst, das Rennen abzubrechen. Der Einlauf der Fahrer war nach 6 Runden: Heinz Siegert (Chemie Leipzig) vor Peter Melkus (Post Dresden) und Bernd Kasper (Dresden). Das Verfolgerfeld mit großem Abstand von der Spitze war von Ludwig Steinmetz (Cottbus) angeführt worden.
In den übrigen Wagenklassen, die ja nun nicht mehr zum Zuge kamen, blieb es beim Stand vor dem Frohburger Dreieckrennen.
Die Saison 1977 unserer Straßenrennsportler ist Vergangenheit. Wir haben keinen Grund zu unbeschwerter Begeisterung. Die Faktoren, die dieses Sportjahr für uns denkwürdig machen könnten, veranlassen lediglich zu sachlichem Nachdenken. Und dazu haben wir bis zum Frühjahr genügend Zeit.
Erwin Riefke
©1977 IMS
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