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Dieter Georg, Reiner Brand, Dietmar Graupner, Uwe Lorenz, Gerhard Hahnel, Christoff Ziegenbalg (Rennfahrer)
Jürgen Müller: Schleizer Dreieckrennen - Die Ergebnisse (Buch)
Angelika Schalle
Steffen Enke
Formel 3 Guide
Motorsport in der DDR 1986
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
DDR Meisterschaft 1986
Tourenwagen A bis 600 ccm
1. Steffen Nickoleit
2. Klaus Schumann
3. Ralf Unbehaun
Rennwagen E bis 1300 ccm LK I
1. Bernd Kasper56
2. Ulli Melkus41
3. Hans Dieter Kessler37
4. Heinz Siegert36
5. Manfred Guenther32
6. Manfred Kuhn27
7. Henrik Opitz25
8. Juerg. Meissner24
9. Manfred Gloeckner20
10. Peter Schwalbe15
11. Bernd Rauscher15
12. Hans Jürgen Vogel14
13. Dietmar Isensee13
14. Volker Worm12
15. Gerhard Friedrich11
16. Werner Juppe11
17. Nils Holger Wilms10
18. Steffen Kaemmerer7
19. Wieslaw Malycha7
20. Horst Hoffmann5
21. Michael Schuster4
Gesamtwertung Tourenwagen A bis 1300 ccm
1. Horst Robert Tanz
2. Gerald Strauss
3. Fritz Berger
Gesamtwertung Tourenwagen A bis 1600 ccm
1. Bernd Müller
2. Klaus Gohlke
3. Garhard Hahnel
Gesamtwertung Rennwagen E bis 1300 ccm LK II DDR Bestenermittlung
1. Lothar Lehniger
2. Tilo Börner
3. Jürgen Stiebritz
Gesamtwertung Rennwagen E bis 600 ccm DDR Bestenermittlung
1. Siegfried Schulz
2. Kai Kögler
3. Ronald Sälzer
Termine 1986
5. Bergrennen Kyffhäuser (Sangerhausen)25. Mai
2. Bergrennen Rödertal (Dresden)31. Mai - 1. Juni
11. Bergrennen Glasbach (Bad Salzungen)14.-15. Juni
Bergrennen Heuberg (Gotha)21-22. Juni
Bergrennen Iberg (Heiligenstadt)28.29.Juni
8. Bergrennen Schwartenberg (Seiffen)29. Juni
Sachsenring11.-13. Juli
Schleizer Dreieck11.-13. Juli
10. Bergrennen Weinberg (Naumburg)6.-7. September
Frohburger Dreieck21.September
Tourenwagen A bis 600ccm
DDR Meisterschaft
1. Steffen NickoleitDiethendorf
2. Klaus SchumannLützkendorf
3. Andreas SchröderCZ Jena
4. Ralf UnbehaunKV Erfurt
5. Wilfried FietzKöthen
6. Erwin RauerLützkendorf
7. Heiko GaidaKV Leipzig
Rennwagen E bis 1300 ccm LK II
DDR Bestenermittlung
1. Gerhard DietrichHeiligenstadt
2. Tilo BörnerGröditz
3. Hans Jürgen TeutschebeinKönnern
4. Rüdiger SeyffarthSangerhausen
5. Reinhardt WeiserBernburg
6. Günter HeinkeBautzen
7. Lutz BlütchenTour. Dresden
Rennwagen E bis 600 ccm
DDR Bestenermittlung
1. Gerd SchulzBad Frankenhausen
2. Ronald SälzerBad Frankenhausen
3. Siegfried SchulzKöthen
4. Kai KöglerKV Erfurt
5. Peter SaupeZwickau
6. Roland HinzSangerhausen
7. Bernd SchmidtKöthen
2. Roedertal Bergrennen
31.5./1.6.1986, 1.98km
Rennwagen E bis 1300 ccm LK I
1 Volker WormDDR Leipzig
2 Werner JuppeDDR Lockwitzgrund
3 Juergen MeissnerDDR Dresden MT 77-81 Lada
4 Henrik OpitzDDR Dresden
5 Manfred GloecknerDDR Zwickau
6 Michael SchusterDDR Bergland
Rennwagen E bis 1300 ccm LK II
1 Tilo BoernerDDR Groeditz WE-Lada
2 Klaus CoderDDR Ehrenberg Lada
3 Guenther Heinke DDR Bautzen MT 77
Rennwagen E bis 600 ccm
1 Roland HinzDDR SangerhausenF-Junior
2 Lutz EnglowskyDDR GrossenhainF-Junior
Tourenwagen A bis 600 ccm
1 Ruediger RichterDDR Gotha
2 Heiko GaidaDDR Leipzig
3 Klaus GuentherDDR Ronneburg
Tourenwagen A bis 1300 ccm
1 Bernd FaberDDR SchleizShiguli
2 Gerald StraussDDR BrandErbisdorfLada
3 Werner LiebersDDR Karl Marx StadtZastava
Rennwagen E bis 600ccm
DDR Meisterschaft
1. Kai KöglerKV Erfurt
2. Siegfried SchulzBad Frankenhausen
3. GöllnerKöthen
4. Lutz EnglowskieGroßenhain
5. Bernd SchulzKöthen
6. Ronald SälzerBad Frankenhausen
7. Klaus CoderEhrenberg
Rennwagen E bis 600ccm
DDR Meisterschaft
1. Jürgen StiebritzGräfentonna
2. Tilo BörnerGröditz
3. Stefan PernerDresden
4. Günter HeinkeBautzen
5. Frieder RädleinLockwitzgrund
6. Dieter GeorgGreiz
7. Klaus CoderEhrenberg
Tourenwagen A bis 600ccm
DDR Meisterschaft
1. Steffen NickoleitDiethendorf
2. Klaus SchumannLützkendorf
3. Ralf UnbehaunKV Erfurt
4. Wilfried FietzKöthen
5. Heiko GaidaKV Leipzig
6. Klaus GüntherRonneburg
7. Jürgen GrebhahnErfurt
Rennwagen E bis 1300 ccm LK II
DDR Bestenermittlung
1. Gerhard DietrichHeiligenstadt
2. Jürgen SiebritzGräfentonna
3. Tilo BörnerGröditz
4. Jürgen RädleinLockwitzgrund
5. Klaus CoderEhrenberg
6. Stefan PernerDresden
7. Frank JuhrteKahsel
Tourenwagen A bis 1300ccm alte Homol.
DDR Meisterschaft
1. Gerald StraussBrand Erbisdorf
2. Fritz BergerPotsdam
3. Hans Joachim GorgelZehdenik
4. Peter RöbkeGotha
5. Hans Günter WiegeleppNaumburg
6. Bernd FaberSchleiz
7. Steffen WilfertMarienberg
Tourenwagen A bis 1300 ccm neue Homol.
DDR Meisterschaft
1. Jürgen KäpplerBrand Erbisdorf
2. Sieghard SonntagMarienberg
3. Bernd MüllerGreiz
4. Ludwig SteinmetzCottbus
5. Bettina SonntagMarienberg
Rennwagen E bis 1300ccm LK I
DDR Meisterschaft
1. Ulli MelkusPost Dresden
2. Heinz SiegertChemie Greiz
3. Bernd KasperDresden
4. Hans Jürgen VogelHermsdorf
5. Jürgen MeißnerDresden
6. Henrik OpitzBT Dresden
7. Steffen KämmererChemie Leipzig
8. Volker WormLeipzig
9. Hans Dieter KesslerKali Merkers
10. Dietmar IsenseeStendal
Tourenwagen A bis 600ccm
DDR Meisterschaft
8 Runden am Start 19 am Ziel 13
1. Klaus SchumannLützkendorf31:14,4 = 132,414km/h
2. Steffen NickoleitDiethendorf31:14,9
3. Andreas SchröderCZ Jena31:15,9
4. Ralf UnbehaunVK Erfurt
5. Thomas KunadtLeipzig
6. Heiko GaidaKV Leipzig
7. Reiner BrandtGotha
8. Karl MoßlerMagdeburg
9. Jürgen GrebhahnVK Erfurt
10. Erwin RauerLützkendorf
11. Klaus Walter HeineckeAschersleben
12. Horst BalanskiLeipzig
13. Rüdiger RichterGotha
schnellste Runde: Schröder 3:51,3 = 134,132 km/h (RR)
Text aus Illustrierter Motorsport
Den Anfang machten wie immer die Renntrabis, mittlerweile bis zu 180 km/h schnell. DDR-Meister Klaus Schumann hatte sich hauptsächlich mit Steffen Nickoleit, Andreas Schröder und Ralf Unbehaun auseinanderzusetzen.
Schumann zeigte einen durchschnittlichen Start (aus der zweiten Reihe), an der Spitze duellierten sich ersteinmal Schröder und Unbehaun. Dann splitterte bei Nickoleit und Schröder die Frontscheiben (vermutlich Steinschlag). Fuchs Schumann pirschte nach vorne und ließ sich die volle Punktausbeute nicht mehr abjagen, auch nicht vom nochmal stark aufkommenden Steffen Nickoleit, der auf der letzten großen Abfahrt vom "Heiteren Blick" unbedingt vorbei wollte. Klaus Schumann: "Glücklicherweise hatte ich das Getriebe diesmal lang übersetzt".
Tourenwagen A bis 1300ccm (alte Homologation)
DDR Meisterschaft
10 Runden am Start 23 am Ziel 13
Rennen gemeinsam mit Wagen der neuen Homologation
1. Horst Robert TanzMerkers Rhön36:45,1 = 140,695km/h
2. Peter RöbkeGotha38:07,6
3. Gerd GrünerHermsdorf38:17,6
4. Gerald StraussBr. Erbisdorf
5. Michael TschascheKMSt
6. Hans Günther WiegeleppNaumburg
7. Klaus HornbogenDynamo Erfurt
schnellste Runde: Tanz 3:37,9 = 142,381 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
In der 1300er Tourenwagenklasse ging es hingegen erwartungsgemäß ruhiger zu. Grund: Die Klasse befindet sich im Umbruch. ... Am Ring dominierte der Merkerser Horst Robert Tanz auf dem Ex-Mücke Zastava bzw. der Greizer Peter (Druckfehler! richtig:Bernd Anm. von Autor der HP) Mülller auf Lada 2105, der sich am Ende der 10-Runden Distanz nur mit einer Blockade gegen den heranschießenden Lada des Berliners Klaus Gohlke durchsetzen konnte.
Ringnotizen
Die neuen Skodas der Gruppe A kommen langsam auf Touren. Wolfgang Krug (4.) und Werner Liebers (5) konnten halbwegs zufrieden sein. Der noch wesentlich schnellere Jürgen Käppler mußte in der vierten Runde mit Technik-Problemen aufgeben.
Sieghards Sonntags Tochter Bettina hatte sich ihre Rundstreckenpremiere sicherlich anders vorgestellt. In der ersten Rennrunde holte sich die junge Dame an einer Bordsteinkante einen Reifenplattfuß, sie musste die weiße Fahne hissen.
Tourenwagen A bis 1300ccm(neue Homologation)
DDR Meisterschaft
Rennen gemeinsam mit Wagen der alten Homologation
1. Bernd MüllerChemie Greiz36:52,0 = 140,256km/h
2. Klaus GohlkeFSE Berlin36:52,3
3. Sieghard SonntagMarienberg38:14,4
4. Wolfgang KrugGroßenhain
5. Werner LiebersKMSt
6. Horst FischerRonneburg
schnellste Runde: Gohlke 3:39,5 = 141,343 km/h
Rennwagen E bis 600ccm
DDR Bestenermittlung
6 Runden am Start 9 am Ziel 8
1. Siegfried SchulzBad Frankenhausen
2. Kai KöglerKV Erfurt
3. Ronald SälzerBad Frankenhausen
4. Lutz EnglowskieGroßenhain
5. Gerd SchmidtBad Frankenhausen
6. Bernd SchulzKöthen
7. Gerhard VaterSchmölln
8. Peter SaupeZwickau
schnellste Runde: S.Schulz 3:51,8 = 133,843 km/h
Rennwagen E bis 1300ccm (LK I)
DDR Meisterschaft
10 Runden am Start 20 am Ziel 12
1. Bernd KasperDresden30:43,4
2. Manfred GüntherZwickau30:44,9
3. Ulli MelkusPost Dresden30:45,5
4. Hans Dieter KesslerKali Merkers
5. Jürgen MeißnerDresden
6. Peter SchwalbeKV Gera
7. Manfred KuhnPost Berlin
8. Hans Jürgen VogelCZ Jena
9. Manfred GlöcknerZwickau
10. Bernd RauscherErfurt
11. Nils Holger WilmsDresden
schnellste Runde: Melkus 3:00,9 = 171,502 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Mandfred Günther sorge schließlich in der Rennwagenhatz für den Knüller des Tages. Klarer Sieger wurde Bernd Kasper, doch Günther überraschend Zweiter vor DDR-Meister Ulli Melkus. Der Mann vom MC Zwickau fuhr wie entfesselt und behielt die Nerven bis zur entscheidenden Schlußrunde.
Den letzten Angriff des Dresdners vor der "Kurve der Jugend" parierte er knallhart, Melkus mußte auf die Bremse, daß die Reifen qualmten und riskierte nichts mehr. Bernd Kasper hatte es sogar im Rückspiegel mitbekommen: "Der Manfred war heute unherhört schnell." Günther selbst nach Freudensprüngen: "Triebwerksabstimmung und Fahrwerk - alles paßte zusammen."
Im übrigen drehte Um- und Aufsteiger Hans Dieter Kessler kräftig auf. Der ehrgeizige Merkserer, der nun sein Glück noch bei den Rennwagen suchen will, war im Training Sechster und als es darauf ankam sicherer Dritter hinter Günther. Mit ihm wird man künftig garantiert noch stärker rechnen müssen. Denn der ehemalige Tourenwagenspezialist hat sich noch einiges vorgenommen.
Rennwagen E bis 1300ccm (LK II)
DDR Bestenermittlung
8 Runden am Start 22 am Ziel 18
1. Lothar LehnigerFinsterwalde28:13,7 = 146,542 km/h
2. Jürgen StiebritzGräfentonna28:15,5
3. Rüdiger SeyffarthSangerhausen28:52,6
4. Stefan PernerDresden
5. Klaus CoderEhrenberg
6. Jürgen SchaffertKV Leipzig
7. Reinhardt WeiserBernburg
8. Frieder RädleinLockwitzgrund
9. Lutz BlütchenTouring Dresden
10. Ralf LudwigGreiz
11. Joachim FiurCZ Jena
12. Hans Jürgen TeutschebeinKönnern
13. Dietmar JungnickelSchönebeck
14. Frank JuhrteKahsel
15. Reiner BrandGotha
16. Rainer SchulzeBautzen
17. Artur RöhlichNaumburg
schnellste Runde: Lehniger 3:27,3 = 149,301 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Bei den Rennwagen E bis 1300 ccm Leistungsklasse II fuhr ein sehr munterer Oldi die mit. Gemeint ist Frieder Rädlein, Rennspezie der sechziger Jahre, der - nach ärztlicher Untersuchung - für seinen plötzlich erkrankten Sohn Jürgen einsprang und immerhin Achter wurde.
 
Artikel von Wolfgang Eschment (c) 1986 IMS
Text aus Illustrierter Motorsport
Die Luft war raus. Mit dieser etwas laxen Umschreibung konnte man in Frohburg zwei wichtige Automobil-Finales charakterisieren. Die Rede ist vom Wettbewerb in der neuen 1300er Tourenwagenkategorie und in der Rennwagenentscheidung der Leistungsklasse I. Denn hier fuhr man nämlich ohne die Nationalkader, die am selben Wochenende beim Pokal-Halali der sozialistischen Länder in Albena (Bulgarien) starteten. Es fehltem also Hahnel, Gohlke, Krug und Sonntag sowie Kasper, Melkus, Günther und Siegert.
Anderseits ergaben sich dennoch einige interessante Konstellationen. Denn schlißlich hatten nun die "zweite Garnitur" und die Aufsteiger Chancen, einmal unbeschwert Gas zu geben und fette Punktebeute zu machen.
 
Artikel von Wolfgang Eschment (c) 1986 IMS
Tourenwagen A bis 600ccm
DDR Meisterschaft
10 Runden = 58km am Start 20 am Ziel 17
1. Steffen NickoleitDiethendorf28:45,2 = 121,029 km/h
2. Reiner BrandGotha29:08,2
3. Klaus SchumannLützkendorf28:09,0
4. Heiko GaidaKV Leipzig
5. Erwin RauerLützkendorf
6. Klaus GüntherRonneburg
7. Rüdiger RichterSondershausen
8. Jörg MoßlerMagdeburg
9. Peter SüssemilchEisenach
10. Jürgen GrebhahnErfurt
schnellste Runde: Nickoleit 2:48,2 = 124,137 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Wesentlich dramatischer ging es bei den Trabis zu. Logisch, denn der im Klassement führende Steffen Nickoleit brachte nur einen 4-Punkte-Vorsprung mit. Sein großer Rivale Schumann - dreifacher Meister - dachte garnicht daran, vorzeitig aufzugeben.
Steffen liess sich aber diesmal nicht beeindrucken, übernahm in der zweiten Runde zielstrebig die Führung und eilte dem Feld voraus. Hinter ihm entwickelte sich das Duell zwischen Klaus Schumann und dem Gothaer Rainer Brand. Unerwartetes Ergebnis: Brand konnte Schumann in der achten Runde respektlos das Heck zeigen.
Andreas Brand trat übrigens als Doppelstarter in Erscheinung. In Frohburg hatte er seinen ersten Rundstreckenauftritt bei den LK-II-Rennwagen.
Tourenwagen A bis 1300ccm (alte Homologation)
DDR Meisterschaft
12 Runden = 69,6 am Start 11 am Ziel 9
Rennen gemeinsam mit Wagen der neuen Homologation
1. Horst Robert TanzMerkers Rhön36:45,1 = 140,695km/h
2. Fritz BergerPotsdan32:42,9
3. Gerald StraussBr. Erbisdorf33:00,6
4. Michael TschascheKMSt
5. Hans Günther WiegeleppNaumburg
6. Hans Joachim GorgelZehdenik
7. Klaus HornbogenDynamo Erfurt
8. Gerd GrünerHermsdorf
9. Steffen WilfertMarienberg
schnellste Runde: Tanz 2:39,2 = 131,155 km/h
Tourenwagen A bis 1300ccm(neue Homologation)
DDR Meisterschaft
am Start 7 am Ziel 6
Rennen gemeinsam mit Wagen der alten Homologation
1. Bernd MüllerChemie Greiz32:37,1 = 128,026 km/h
2. Ludwig SteinmetzCottbus33:01,2
3. Werner LiebersMMSt34:05,7
4. Horst FischerIhlfeld
5. Bettina SonntagMarienberg
6. Wolfgang RadkeBerlin
schnellste Runde: Müller 2:41,2 = 129,528 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Bei den Tourenwagen wars für die Fans allerdings etwas undurchsichtig. Und das lag einfach daran, daß die Fahrzeuge der alten Homologation und die neuen Gruppe-A-Renner wiedereinmal gemeinsam gestartet, aber unterschiedlich gewertet wurden. Wie dem auch sei: Der Merkerser Horst Robert Tanz - 31 Jahre alt und bis 1985 noch Rallyepilot - fuhr mit dem Ex-Mücke-Kessler-Zastava einsam an der Spitze und wurde locker Meister bei den "Alten". Sein Verfolger Bernd Müller sicherte sich mit seinem 85-kW Lada überlegen den Titel bei den "Neuen".
Rennwagen E bis 600ccm
DDR Bestenermittlung
5 Runden = 29km am Start 7 am Ziel 7
1. Kai KöglerKV Erfurt14:32,0 = 119,727 km/h
2. Bernd SchulzKöthen14:49,8
3. Siegfried SchulzBad
Frankenhausen
14:57,5
4. Peter SaupeZwickau
5. Ronald SälzerBad
Frankenhausen
6. Lutz EnglowskieGroßenhain
7. Gerhard VaterSchmölln
schnellste Runde: Kögler 2:52,2 = 121,254 km/h
Rennwagen E bis 1300ccm (LK I)
DDR Meisterschaft
12 Runden am Start 17 am Ziel 11
1. Hans Dieter KesslerKali Merkers28:18,4 = 147,527 km/h
2. Manfred KuhnPost Berlin28:37,0
3. Henrik Opitz Dresden
4. Manfred GlöcknerZwickau
5. Bernd RauscherPost Berlin
6. Gerhard FriedrichKV Gera
7. Werner JuppeLockwitzgrund
8. Wieslaw MalychaGreiz
9. Nils Holger WilmsDresden
10. Helmut HoffmannBerlin
11. Michael SchusterMT Bergland
schnellste Runde: Vogel 2:18,6 = 150,649 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
Auch das Rennwagen-Kehraus wurde durch einen Start-Ziel-Sieger geprägt. Gemeint ist Hans Dieter Kessler, der seine Chance voll nutzte, ein tolles Rennen fuhr und damit für einen Merkerser Doppelerfolg sorgte (Vizemeister). Hinter ihm verblüffte Manfred Kuhn vom MC Post Berlin, dessen Temporitt vom fünften (erste Runde) auf den zweiten Platz (zehnte Runde) für ein wenig Stimmung sorgte.
Rennwagen E bis 1300ccm (LK II)
DDR Betsenermittlung
8 Runden am Start 22 am Ziel 18
1. Tilo BörnerGröditz25:47,2 = 134,997 km/h
2. Jürgen RädleinLockwitzgrund26:03,7
3. Klaus CoderEhrenberg26:19,0
4. Jürgen SchaffertKV Leipzig
5. Jürgen StiebritzGräfentonna
6. Rüdiger SeyffarthSangerhausen
7. Lothar LehnigerFinsterwalde
8. Lutz BlütchenTouring Dresden
9. Rainer BrandGotha
10. Reinhardt WeiserBernburg
schnellste Runde: Börner 2:33,3 = 136,203 km/h
Text aus Illustrierter Motorsport
In der Leistungsklasse II konnte Trainingsschnellster Tilo Börner vom MC Gröditz auftrumpfen, nachdem Konkurrent Dietrich gleich zu Beginn bei einem unfreiwilligen Dreher alle Aussichten verpatzt hatte.
Rennwagen E bis 1300 ccm LK I
1. Heinz SiegertChemie Greiz
2. Manfred GüntherZwickau
3. Bernd KasperDresden
4. Henrik OpitzBT Dresden
5. Volker WormKV Leipzig
6. Manfred KuhnPost Berlin
7. Hans Dieter KesslerKali Merkers
8. Manfred GlöcknerZwickau
9. Hans Jürgen VogelHermsdorf
10. Bernd RauscherErfurt
DNS Dietmar IsenseeStendal
DNS Juergen MeissnerDresden
Rennwagen E bis 1300 ccm LK II
1. Jürgen StiebritzGräfentonna
2. Stefan PernerDresden
3. Tilo BörnerGröditz
Rennwagen E bis 600 ccm
1. Siegfried SchulzKöthen
2. Ronald SälzerBad Frankenhausen
3. Lutz EnglowskyGroßenhain
4. Bernd SchulzKöthen
5. Kai KöglerVK Erfurt
6. Gerd SchmiedtFrankenhausen
7. Roland HinzSangerhausen
8. Peter SaupeZwickau
9. Gerhard VaterSchmölln
Tourenwagen A bis 600 ccm
1. Ralf UnbehaunVK Erfurt
2. Wilfried FietzKöthen
3. Rüdiger RichterGotha
Tourenwagen A bis 1600 ccm
1. Gerhard HahnelWiehe
2. Klaus GohlkeFSE Berlin
3. Ludwig SteinmetzRobotron Cottbus
4. Bernd MüllerGreiz
5. Jürgen KäpplerBr.Erbisdorf
6. Sieghard SonntagMarienberg
7. Werner LiebersKMSt Nord
8. Wolfgang KrugGroßenhain
9. Bettina SonntagMarienberg
Tourenwagen A bis 1300 ccm
1. Horst Robert TanzKali Merkers
2. Fritz BergerPotsdam
3. Gerald StraussBr.Erbisdorf
4. Gerd GrünerHermsdorf
5. Bernd FaberSchleiz
6. Peter RöbkeGreiz
3. Michael HartungNaumburg
8. Hans Günther WiegeleppNaumburg
9. Hans Joachim GorgelZehdenik
Serienwagen bis 1600 ccm <
1. Horst WachtelbornMT Ilmtal
2. Mario NoackPost Berlin
3. Hartmut SelkePotsdam
Serienwagen bis 1000 ccm
1. Dieter FrankeSangerhausen
2. Uwe FenkVB Erfurt
3. Günther KrautwurstSonneberg
Serienwagen bis 600 ccm
1. Ulf HeimbürgerVB Erfurt
2. Günther ZachmannHalle
3. Walter HoffmannWernigerode
Text aus Illustrierter Motorsport
Echte Aufstiegschancen
Volle Fahrerfelder, ein gut präparierter Kurs und nahezu perfekte Organisation - das war das 10. Weinbergrennen des MC Naumburg. Auf der 2,4 km langen Piste (7 Kurven), die einen Höhenunterschied von 127 m überwindet, gab es vor 10.000 Zuschauern Entscheidungen in vier Motorrad und vier Automobilklassen. Fast überall setzten sich mit Vollgas-Aufstiegen die Favotiten durch.
Eine neue Waffe für den Pokal
In diesem Jahr werden die Rundkreisrennen des Pokals für Frieden und Freundschaft der sozialistischen Länder zum ersten Mal nach den technischen Vorschriften der FIM für die Gruppe A gefahren. Diese Änderungen gibt auch den Skoda 130 L theoretische Erfolgschancen, und deshalb wurde drei dieser Wagen den tschechoslowakischen Repräsentanten zugeteilt. Einen davon, es wird mit ihm der Prager Fahrer Dr. jur. Oldrich Vanicek im Pokal starten, werden wir ihnen jetzt vorstellen. "Den Kraftwagen erhielten wir praktisch im Rohzustand, ohne jede Änderung" sagte der Fahrer "Der Hauptunterschied zwischen ihm und dem VAZ, mit dem ich mich im vergangenen Jahr am Pokal beteiligte, ist, das er weit mehr Änderungen am Fahrgestell benötigte: was uns dann auch die meiste Zeit kostet. Um die Fahreigenschaften zu verbessern, setzten wir die Bauchfreiheit des Wagens bis auf etwa 10cm markant herab. Dazu mussten wir beide Achsen stark herrichten, die Stabilität ändern ... Das sagt sich so mit wenigen Worten, aber, dahinter stehen Hunderte von Stunden harter Arbeit." Von den auffälligsten Änderungen am Fahrgestell wären die Befestigung der Räder an der Hinterachse zu nennen, mit denen ohne Demontage die Bauchfreiheit des Wagens stufenlos geändert werden kann. Alle Federn sind tschechoslowakische Erzeugnisse, mit denen zusammen hydropneumatische Stoßdämpfer der Marke Sachs benützt werden. Beide Achsen haben herabgesetzte Anschläge und Textil-Hubbegrenzer. Der Drehstabstabilisator ist in den ursprünglichen Halterungen befestigt, doch stehen auch mehrere Stabilisatoren verschiedenen Durchmessers zur Verfügung, die je nach den Streckencharakter ausgewechselt werden können. Beide Achsen sind in Unibal-Betten gelagert, wodurch sich ihre Steifheit vergrößerte und die Fahreigenschaften verbesserten. Selbst bei starker seitlicher Belastung verändert sich nämlich die Radgeometrie nicht, und der Wagen hält die genaue Spur. Für die Gruppe A sind Reifen mit einer Höchstbreite von 7,5 Zoll zugelassen - im vergangenen Jahr waren es noch 9 Zoll. Wie es scheint werden die VAZ von dieser Beschränkung stärker betroffen sein, während die Fahreigenschaften des neuen Skodas auch dann immer noch hervorragend sind. Der Wagen neigt sich in den Kurven fast gar nicht, so das man auf das selbstsperrende Differenzial gut verzichten kann. Geändert wurde auch das Bremssystem, der Wagen hat jetzt zwei Bremszylinder (für jede Achse einen), die miteinander durch einen Kipphebel verbunden sind. Vom Fahrerplatz aus kann während der Fahrt durch verstellen des Kipphebels das Verhältnis der Bremskraft auf der Vorder- und Hinterachse geändert werden. Das ist besonders dann sehr notwendig, wenn es während des Rennens zu regnen beginnt.
Vielen Änderungen wurde auch die Karosserie unterzogen. Aus ihr verschwand natürlich alles Nichterforderliche und Überflüssige, um ihre Masse so stark wie möglich herabzusetzen. Durch Schweißen mussten die Halterungen der Achsen, des Motors und der Drehstabilisatoren verfestigt werden. Die Festigkeit der Kabine steigert der Aluminium-Sicherheitsrahmen der Firma Heigo. Für die Sicherheit der Fahrer sorgen Vierpunkt-Gurte Britax und ein vier Kilogramm schwerer Pulver-Feuerlöscher. Das ursprüngliche Lenkrad wurde durch ein Rennlenkrad aus Metalex ersetzt. Der Fahrer sitzt in einem sehr leichten Rennsitz der Marke Sparco aus Kevlar. Die übliche Änderung erfuhren die Pedale, auf das Armaturenbrett kamen sehr genaue Instrumente Marke VDO dazu. Interessant an Vaniceks Wagen ist der Sender, der dem Fahrer ermöglicht, sich während der Fahrt mit den Mechanikern in den Boxen zu verständigen. Dank der "Abmagerungskur" sollte sich der Skoda jetzt dem Masselimit (720 kg) bis auf 20-30kg nähren, während die Shigulis wahrscheinlich nur schwer unter 800kg kommen. Ein weiterer Trumpf des Skodas ist das Fünfganggetriebe, das die Motorleistung besser nutzen lässt. Einstweilen sind zwei homologiert - ein serienmäßig erzeugtes und ein Sportgetriebe, während drei Dauerübersetzungen vorhanden sind. Das schnellste Übersetzungsverhältnis ist 3,9:1, was für einige schnellere Strecken mit langen Geraden wahrscheinlich nicht genügen wird. Dort wird das Seriengetriebe zu Wort kommen, wenngleich seine Abstufung für Rundstreckensport nicht gerade so sehr günstig ist - damit der Wagen durch die niedrige Maximalgeschwindigkeit nicht behindert wird. Wie sich beim ersten Einsatz des Wagens im Rennen zeigte, wird es nicht notwendig sein, eine Spezial-Rennkupplung zu benutzen, denn die vorhandene Serienkupplung entspricht nach kleineren Herrichtungen vollauf.
Das Herz des Wagens ist ein bewährter Vierzylinder OHV Motor, der den Vorschriften für die Gruppe A ANGEPA?T WURDE: Große Sorgfalt galt der Herrichtung der Bremsräume. Der Motor erhielt andere leichtere Kolben mit leichteren Bolzen. Die Pleuelstangen wurden besonders vorsichtig ausgewuchtet und ebenso der ganze Kurbeltrieb samt der Riemenscheiben und allen rotierenden Teile. Die Ansaug- und die Auspuffleitung erhielten eine gründliche Oberflächenherrichtung. Die Durchmesser der Ventile können nicht geändert werden - sie erhielten deshalb nur leicht veränderte Tellerradien und stärkere Federn. Da die Vorschriften auch keinen Vergrößerung des Vergaser-Lufttrichters gestatteten, blieb dieser im wesentlichen unverändert. Ohne größere Eingriffe blieb die Schmierung, bei der nur das Axialspiel der Zahnradpumpe verändert ist. Nach den Worten des Fahrers ist die Schmierung zwar nicht überdimensioniert, genügt jedoch für Rennzwecke.
Der Motor hat natürlich einen "schärferen" Nocken, während die elektrische Installation mehr oder weniger im ursprünglichen Zustand blieb. - bis auf die Charakteristikänderung des Verteilers und die Bosch-Zündkerzen. Für genügend Kraftstoffzufuhr sorgen zwei elektrische Pumpen (eine ist Rotationspumpe Marke Pierburg, die zweite eine Kolbenpumpe Marke Facetti), die den Kraftstoff aus dem Sicherheitsbehälter Heigo fördern. Das Verdichtungsverhältnis wurde auf 12:1 erhöht, und die Höchstdrehzahl auf 8000 U/min gesteigert. Anscheinend wir es aber im Rennen nicht notwendig sein, sich dieser Grenze stark zu nähren, denn die Höchstleistung wird schon bei 7000 U/min erreicht. Der Motor war einstweilen noch nicht auf dem Prüfstand, so das der Drehmomentverlauf nicht genau bekannt ist, doch werden eine Leistung knapp unter 72 KW und eine Höchstleistung um 200 km/h vorausgesetzt. Am Papier wären also die Skoda schwächer als die VAZ, deren Leistung um gute 20 kW höher liegt. Für die Wagen mit dem Flügelpfeil sprechen ihre ausgezeichneten Fahreigenschaften.
Das war dann aber bei weitem nicht der Fall. Im ersten diesjährigen Kontrollrennen der Repräsentanten in Havrirov dominierten die Skodas und zeigten, das sie in diesem Jahr zu den besten Wagen im Pokal zählen könnten. Die Skodas S130L waren in einer Runde um sieben Sekunden schneller als der schnellste Shiguli. Immer noch sind aber die erzielten Zeiten um ein paar Sekunden schlechter als im vergangenen Jahr die der VAZ in der Klasse A des Pokals, in der die Vorschriften nicht so rigoros waren. Auf keinen Fall sind die Skodas jedoch bereits am Ende ihres Weges. Immer noch sind Reserven vorhanden, so das begründete Hoffnung besteht, das sie sich in einem weiteren Jahr den Zeiten des Jahres 1985 wieder nähren werden. Jetzt handelt es sich nur darum, das es durch die Vermittlung von Metalex gelingt, alle Teams mit entsprechenden Teilen zu versorgen.
Die Mechaniker werden gewöhnlich vom Ruhm ihrer Fahrer überschattet. Aber alle wissen nur zu gut, das es ohne sie nicht gehen würde; dennoch blieben ihre Namen unbekannt. Wir wollen mit dieser Tradition diesmal brechen und sagen, das der wagen auf unserem Bild von den Mitarbeitern des Zentralhauses der Pioniere und der Jugend AMK M.Bukovsky, P.Glückselig, M.Stuchi, M.Krtek und B.Petrlik so sorgfältig getunt wurde.
©Motor Revue 9/86 
Neu im Pokal
Als vor Jahren der Skoda 130 RS von der Sportkarriere Abschied nahm, bedeutete das für Marke aus Mlada Boleslav mehrjähriges Verstummen auf den Rundstrecken-Rennen. Bis dahin hatte der Skoda in seiner Klasse keine Konkurrenz: 1981 wurde Skoda Europameister in Tourenwagenrennen, und alle hielten es für selbstverständlich, das die Hundertdreißiger im Pokal für Frieden und Freundschaft regelmäßig siegen würden.
Leider folgten auf fette Jahre dann magere. Die geänderten technischen Vorschriften nach der Beilage J des Sportreglements der internationalen Automobilförderation FIA schalteten alle Wagen der damaligen Gruppe A2 aus. Die Rennleitung des Pokals für Frieden und Freundschaft beschloss, für diese Rennen in der Tourenwagengruppe eine Sondergruppe "A um den Pokal" zu schaffen. Es war etwa ein Mittelding zwischen der alten Gruppe A2, die eine größere Anzahl von Änderungen gestattete, und der neuen internationalen Gruppe A, die "fast" Serienausführung erforderte.
Seit 1986 kehrten die "Pokal"-Vorschriften wieder in den Schoß der FIA zurück und jetzt werden wieder Rennen für die Klasse A13000 nach dem internationalen Sportreglement ausgeschrieben. Eine Änderung ist jedoch dennoch geblieben - der Wagen muss aus der Produktion eines der sozialistischen Länder stammen. In der Praxis bedeutet das, dass nur zwei Wagen - die tschechoslowakischen Skoda 130L und die sowjetischen Lada 2105, in Frage kommen.
Schon die ersten diesjährigen Rennen in Polen deuteten an, dass die Kräfte der Fahrer beider Marken ziemlich ausgeglichen sein werden. Deshalb wurde mit um so größerer Spannung das zweite Turnier auf der Rennstrecke von Most in der ersten Juni-Woche erwartet.
Ziemliche Aufregung gab es bereits bai der Wagenabnahme, als die internationale Jury die bulgarischen Lada in der Form ablehnten, in der die Repräsentanten jenes Landes mit ihnen gekommen waren. Es handelte sich dabei um mehr oder weniger alte Pokalwagen, die ihre Leistung und ihren Fahreigenschaften nach über die richtigen "A"-Wagen noch vor dem Start Übergewicht hatten. Die Bulgaren mussten ihre Wagen anpassen und erst dann konnte das Training begonnen werden.
Das Hauptaugenmerk galt dem tschechoslowakischen Repräsentanten Tomasek, der den Pokal in den letzten Jahren gepachtet zu haben schien. In Most fuhr er zum zweiten Mal einen Skoda und hatte siet Polen verschiedenes verbessert. Er kam eigentlich nach mehreren Jahren wieder zur heimischen Marke zurück. Auch er fuhr einen Skoda 130 RS und erst die erwähnte Änderung der Vorschriften hatte ihn gezwungen, die Marke zu ändern und einen Lada zu fahren.
In der Tschechoslowakei sind jedoch noch andere Fahrer, die ebenso gute oder fast so gute Hundertdreißiger haben. Vor allem Frantisek Dosek aus Melnik oder Oldrich Vanicek aus Prag. Alle diese Fahrer und ihre technischen Teams sind erfahrenen Leute, die wissen, wie man schnell und zuverlässig einen Kraftwagen für Rennen tunt.
Ernste Gegner sollten die sowjetischen Fahrer auf Lada sein. Ihre Ergebnisse aus Poznan zeugten von hervorragenden Wagen. Gegenüber den Ladas sind die Skodas weniger leistungsfähig, dafür aber leichter und windschlüpfriger. Auf dem Papier sind die Wagen also gleichwertig.
Fahrtmäßig war das Ergebnis, wenigstens auf dem Papier, eher für die Skodas günstiger. Im sowjetischen Team sprach man eher von Grigoriew und Kacaj.
Am Start standen Tomasek in der ersten Reihe und hinter ihm waren die beiden sowjetischen Repräsentanten. Tomasek zögerte nicht und ging sofort in Führung. Sein Vorsprung vergrößerte sich langsam, bis zu der Zeit, wo der Abstand seiner Gegner sich schon so vergrößert hatte, dass es an der Zeit war, den Wagen zu schonen.
Die Situation hätte noch interessanter sein können, wenn die sowjetischen Wagen nicht plötzlich abzufallen begannen. Zuerst musste Kacai anhalten, weil die Mechaniker ihn mit vier gelockerten Rädern auf die Strecke fahren ließen. Der Halt in den Boxen bedeutete das Ende aller Hoffnungen. In dem kurzen Pokal-Typ-Rennen lässt sich ein solcher Verlust nicht mehr aufholen. Und die Schrauben aller vier Räder festziehen dauert doch eine Weile.
Bald darauf hielt auch Grigorijew wegen einem Defekt an der Schaltung an, der ihn und alle übrigen sowjetischen Fahrer die Hoffnung auf eine Klassierung der Mannschaft kostete. Der Skoda 130L erwies sich als guter Wagen für Rundstreckenrennen. Obzwar er den sowjetischen Wagen gegenüber durch seine schölechten Reifen behindert war, war er schneller als die Ladas. Das sowjetische Team hatte neue englische Avon-Reifen montiert, die ausnehmend gute Fahreigenschaften hatten. Dennoch waren Tomasek, Vanicek und Dosek technisch und fahrerisch auf der Höhe und feierten einen verdienten Hattrick.
Interessant, das den besten Lada ein weiterer Tschechoslowake und Konstrukteur vieler Sportfahrzeuge, der Leiter der Firma Metalex, Dipl.-Ing. Petr Bold, ins Ziel brachte. Metalex befasst sich mit großem Erfolg schon viele Jahre lang mit der Tunung von Sportfahrzeugen sowohl für Wettfahrten als auch für Rundstreckenrennen. Der vierte Platz Petr Bolds machte für die sowjetischen Aktiven den Kelch der Bitternisse randvoll.
Die ersten beiden Pokalrennen der Saison 1986 zeigten einige wesentliche Fakten. Vor allem, das es gut ist, das die technischen Vorschriften den Pokal wieder dorthin rückten, wohin er immer gehört hatte - in die Familie der internationalen Rennen von hohem technischem und fahrerischem Niveau, das die Punkte an das tschechoslowakische und sowjetische Team verteilt wurden und das der größte Favorit auf den weiteren Pokalsieg wieder Vlastimil Tomasek aus der Tschechoslowakei sein wird.
Bei Skoda befasst man sich nicht mit der Vorbereitung der "Pokal"-Wagen. Man ist dort nur am Skoda 130LR,d.h. an den Wagen der Gruppe B, interessiert. Er geht von den erfolgreichen Wettfahrtenversion aus und beginnt nun auch auf Rundstrecken Lorbeeren zu sammeln. Aber die Klubfahren haben es zuwege gebracht, auch technisch einwandfreie Automobile der Gruppe A zu entwickeln.
Dieser Beitrag entstand unmittelbar nach dem zweiten Pokalrennen, so dass sich im Laufe der Saison noch viel ändern kann. Die Tatsache aber bleibt bestehen, das der Skoda 130L wieder eine konkurrenzfähige Waffe des tschechoslowakischen Motorsports geworden ist.
©Motor Revue 9/86 
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