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Schleizer Dreieck Rennen 1980

Schleiz:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
DDR:
1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980
1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971 1970
3.8.1980 Tourenwagen A bis 1300ccm Pokallauf Am Start 26 am Ziel 20 Fahrer
 1. Peter MückeDDR Zastava40:48,5=134,637km/h
 2. Ladislaw BaresCSSR Lada41:19,4
 3. Miroslaw HermanCSSR Lada41:35,4
 4. Vitaly BogatyrewUdSSR WAS41:41,2
 5. Michail BogatyrewUdSSR WAS42:13,8
 6. Petr BoldCSSR Lada42:39,3
 7. Imre GulyasUngarn Lada42:40,6
 8. Alex GrigorewUdSSR WAS42:50,4
 9. Pal GaalUngarn WAS43:03,3 (incl 60" Zeitstrafe)
10. Andras SzaboUngarn Lada43:08,8
11. Werner KorthDDR Lada43:52,7
12. Miltscho KovatschevBulgarien WAS44:09,6
13. Ference KargUngarn Lada44:13,8
14. Sieghard SonntagDDR Lada44:20,9
15. Harry KindelDDR Lada44:26,3
16. Klaus Peter SchachtschneiderDDR Lada45:23,4
17. Horst KornackerDDR Lada1 Rd. zur.
18. Ivan TrendavilowBulgarien WAS1 Rd. zur.
19. Jonas DerischkiavitsusUdSSR WAS1 Rd. zur.
20. Dietmar IsenseeDDR Lada6 Rd. zur.
DNF Wolfgang KrugDDR Lada
schnellste Runde: Mücke 3:20,9 = 136,743 km/h
Lapchart
3.8.1980 Formel Easter 1300 ccm Pokallauf
 1. (1) Frieder KramerDDR MT 77-1 Lada36:09,2=151,973km/h
 2. (5) Jiri MoskalCSSR MTX 1-0336:49,9
 3. (6) Jan VeselyCSSR RAF36:50,9
 4. (2) Ulli Melkus DDR MT 77-136:51,3
 5. (3) Heiner LindnerDDR SRG Lada36:52,5
 6. (4) Vaclaw LimCSSR Avia36:52,9
 7. Bernd KasperDDR MT 77-137:25,9
 8. (7) Jiri CervaCSSR MTX37:26,3
 9. Jiri VeselyCSSR RAF37:29,9
10. Hartmut ThaßlerDDR MT 77-137:49,7
11. Marcin BiernackiPolen Promot38:54,3
12. Toivo AsmerUdSSR Estonia38:57,8
13. Jacek SzmidtPolen Promot39:00,5
14. Andrzej SzulczPolen Promot39:10,4
15. Wolfgang GüntherDDR SEG III Lada1 Rd. zur.
16. Heinz SiegertDDR MT 771 Rd. zur.
17. Atanas AtanasowBulgarien MTX 1-031 Rd. zur.
18. Frigyes TuranUngarn Melkus Wartburg1 Rd. zur.
19. Kaltscho HinovBulgarien WMGI011 Rd. zur.
20. Raul SarapUdSSR Estonia2 Rd. zur.
DNF Volker WormDDR MT 77-1
DNF Karel JilekCSSR
DNF Jozef KielbaniaPolen Promot Polski Fiat
DNF Aleksander MedvedshenkoUdSSR Estonia
DNF #43Bulgarien
DNF #53Ungarn
schnellste Runde: Kramer 2:58,8 = 153,644 km/h
 1. Peter Mücke Autotrans BerlinZastava 110027:49,1 = 131,608
 2. Adolf Fesarek CSSRLada27:51,7
 3.Klaus Peter Schachtschneider BeelitzLada28:13,3
 4.Jürgen Käppler Brand ErbisdorfLada28:13,8
 5.Wolfgang Krug GroßenhainLada 2101128:55,5
 6.Dietmar Isensee StendalLada28:59,3
 7.Bernd Müller Chemie Greiz DöhlauLada 2101129:10,2
 8.Sieghard Sonntag MarienbergLada 2101129:16,6
 9.Horst Kornacker Post BerlinLada 2101129:50,1
10.Gerhard Hahnel WieheLada30:05,2
11.Petr Martinovsky CSSRSkoda 120L30:05,9
12.Jörg Peter Renger ArnstadtLada31:23,1
13.Jürgen Salzmann EisenachLada31:36,2
Ausfall Klaus Hornbogen Dynamo ErfurtLada
Ausfall Wolfgang Radke BerlinSkoda 120L
Ausfall Vaclaw Bervid CSSRWAS
Ausfall Rostislaw Nedlabek CSSRLada
Ausfall Werner Korth Autotrans BerlinLada
Ausfall Harry Kindel BerlinLada
schnellste Runde: Mücke 3:24,3 = 134,467 km/h
Lapchart
 1. (1) Frieder Kramer ZwickauMT 88-127:09,5 = 151,730 km/h
 2. (2) Ulli Melkus DresdenMT 77-127:11,5
 3. (3) Heiner Lindner LeipzigSRG Lada27:19,7
 4.Heinz Siegert Greiz DöhlauMT 7727:55,5
 5. Jiri Rosicky CSSRMTX28:10,5
 6. Hartmut Thassler KV LeipzigMT 77-128:11,0
 7.Manfred Günther ScheibenbergSRG Lada28:27,2
 8. (4) Bernd Kasper DresdenMT 77-128:27,6
 9. Gerhard Domres SangerhausenLada 28:42,8
10. Wolfgang Wöhner IllmenauLada 28:43,5
11. Roland Prüfer GreizSEG Lada28:43,8
12. Manfred Kuhn Post BerlinZastava 29:15,7
13. Wolfgang Günther FinsterwaldeSEG III Lada 29:23,2
14. Bernd Queitsch KV LeipzigMT 77 29:45,4
15. Klaus Peter Klassen Frankfurt/Oder HTS 29:58,9
16. Helga Heinrich ZwickauLada 30:24,0
Ausfall Jiri Micanek CSSRWAS
Ausfall Volker Worm LeipzigMT 77-1
schnellste Runde: Kramer 2:58,2 = 154,162 km/h
schnellste Trainingszeiten:
Kramer 2:58,8
Melkus 3:00,3
Lindner 3:00,9
Lapchart
 1.Klaus Ludwig ZwickauMT 77-1 7923:49,4 = 134,533 km/h
 2.Ullrich Jurisch BautzenMT 77-1 7923:56,6
 3.Bernd Richter DresdenLada 7724:05,3
 4.Eberhard Grüner ZwickauMT 8024:12,0
 5.Horst GörlitzFinsterwaldeSEG III 7724:19,7
 6.Peter WeissRiesaSEG Lada Eigenb.7724:38,2
 7.Wolfgang PetriLeipzigHTS 7925:00,8
 8.Werner KernchenMeiningenHTS25:08,9
 9.Steffen KämmererLeipzigSEG III 7725:24,7
10.Gerd KleinschmidtNordhausenKrug Shiguli6 Rd. zur.
Ausfall Klaus BeckerLeipzigShiguli 77
Ausfall Peter RöbkeGothaMT 77-1
Ausfall Hans Jürgen VogelHermsdorfSEG Lada 79
Ausfall Werner MünchEisenachMT 77-1
Ausfall Werner JuppeLockwitzgrundLada 78
schnellste Runde: Ludwig 3:19,4 = 137,771 km/h
Lapchart
 1.Karl Hiemisch Greiz Trabant 60122:56,1 = 119,788 km/h
 2.Klaus Schumann Lützkendorf Trabant 60123:16,1
 3.Hans Dieter Kessler Kali Merkers Trabant 60123:16,8
 4.Klaus Gohlke FSE Berlin Trabant 60123:58,0
 5.Udo Gaida KV Leipzig Trabant 60123:58,5
 6.Stromhardt Kraft Perleberg Trabant 60124:22,5
 7.Hans Peter JägerKarl Marx Stadt Trabant 60124:22,9
 8.Peter LünserWolfen Bitterfeld Trabant 60124:38,8
 9.Bodo MüllerLeuna Trabant 60124:50,9
10. Lutz WeidlichKarl Marx Stadt Trabant 60124:51,2
11.Peter Jürgen ForbigGotha Trabant 60124:51,6
12.Steffen NickoleitDiethendorf Trabant 60124:52,0
13.Peter SüssemilchEisenach Trabant 60125:01,9
14.Klaus HeineckeAschersleben Trabant 60125:29,3
15.Manfred ScheytzaLützkendorf Trabant 60126:12,7
16.Werner LehnerAutotrans Berlin Trabant 60126:39,9
17.Günther KrautwurstSonneberg Trabant 60126:45,0
18.Hans FernauMagdeburg Trabant 6011 Rd. zur.
Ausfall Alexander WernerDresden Trabant 601
Ausfall Erwin RauerWolfen Trabant 601
Ausfall Uwe KleinzLützkendorf Trabant 601
Ausfall Otto HoppstockKV Leipzig Trabant 601
Ausfall Jürgen GrebhahnGotha Trabant 601
Ausfall Manfred SchwarzLockwitzgrund Trabant 601
Ausfall Richard HentschelZwickau Trabant 601
Ausfall Dieter Hromoda Leipzig Trabant 601
Ausfall Reiner Brand Eisenach Trabant 601
schnellste Runde: Hiemisch 3:46,3 = 121,395 km/h
Lapchart
Text aus Illustrierter Motorsport 9/80
215.000 Zuschauer am traditionellen Rennkurs.
Nachdem am Sonntag früh die letzten Trainingskilometer absolviert worden sind - die meisten Testrunden wurden bereits am Freitag gedreht - begannen um 9:30 Uhr die eigentlichen Wettkämpfe. Die Meisterschaftsrennen (mit internationalen Gästen), die von den Pokalläufen getrennt ausgetragen wurden, machten den Anfang.
Peter Mücke (Zastava) kann zufrieden sein. Durch einen Sieg beim ersten Rennen des Tages, dem Lauf der Tourenwagen A2 bis 1300 ccm, hat er nun 60 Punkte auf seinem Konto und damit uneinholbar den Meisterschaftstitel schon in der Tasche.
Nur Adolf Fesarek (WAS) aus der CSSR blieb bis zum Schluss in enger Tuchfühlung mit dem Berliner KfZ Meister. Dahinter klaffte ein ziemlich großes Loch. Erst 24 s später kam mit Klaus Peter Schachtschneider (DDR/Lada) der Dritte in Sicht.
Im Meisterschaftslauf der Rennwagen B8 bis 1300 ccm erreichte Frieder Kramer auf seinem MT 77-1 neuen Runden- und Streckenrekord in seiner Klasse. Die Dreiergruppe Kramer, Melkus (MT 77-1), Lindner (alle DDR/SRG Lada), die in der Reihenfolge auch ins Ziel kam, bestimmte das Geschehen auf der Strecke.
Im Rennen der Leistungsklasse II holte sich Klaus Ludwig (MT 77-1) die meisten Punkte für die Bestenermittlung. Das Feld der Renntrabanten (Gruppe A2 bis 600 ccm) wurde von Karl Hiemisch (MC Greiz/Trabant 601) beherrscht, der mit einem Runden- und Klassenrekord klar gewinnen konnte.
Höhepunkt des Rennsonntags bei wiederum hochsommerlichen Temperaturen waren zweifellos die Läufe zum Pokal für Frieden und Freundschaft der sozialistischen Länder in der großen Tourenwagen- und Rennwagenklasse.
Mücke, Schachtschneider, Käppler (Lada 1300) und Sonntag (Lada 21011) starteten für die DDR in der Tourenwagenklasse A2 bis 1300 ccm. Neben dem Zastava des Trainingsschnellsten, Peter Mücke, stand der WAS von Vitali Bogatyrew aus der UdSSR in der ersten Startreihe. Diese beiden, sowie Petr Samohyl (CSSR/Skoda 120) und einige andere Fahrer kamen auch gut weg.
Dahinter spielte sich ein Drama ab. Sieben (7) Wagen blieben auf dem Startplatz stehen und blockierten die Bahn. Wer konnte manövrierte sich so gut es eben ging , nach vorne durch. Helfer und Mechaniker rannten durcheinander, bis auch der letzte Wagen angeschoben war. Leider gehörte auch Klaus Peter Schachtschneider zu den Betroffenen.
Als die Meute der Tourenwagen zum zweiten Mal über die Ziellinie donnerte, lag Peter Mücke bereits in erster Position. Erst nach dem Vitali Bogatyrew auf den fünften Platz zurückgefallen war, kamen drei CSSR Fahrer geschlossen auf. Ihre Taktik ging ganz offensichtlich dahin, in breiter Front den Spitzenreiter müde zu jagen.
Genau das Gegenteil trat ein. Der erste, der zurückfiel, war Peter Samohyl, dann wurde auch Ladislaw Bares langsamer. Das Trio zerbröckelte. Nur Miroslaw Herman (WAS) hielt den Anschluss. In der elften Runde legte Mücke noch einmal zu. Im Ziel hatte er eine gute halbe Minute Vorsprung. Wie war das möglich gewesen? Seine ausgefeilt Kurventechnik, die die Zuschauer von den Sitzen riß, und das hervorragende Stehvermögen seines Motors hatten ihn soweit nach vorn gebracht.
Die Ergebnisse der anderen DDR Fahrer sahen nicht so rosig aus. Jürgen Käppler fiel aus (zweite Runde Kupplungsschaden). Sieghard Sonntag kam auf den 14. Platz. Klaus Peter Schachtschneider, dem bei einer unfreiwilligen Drehung in der Waldkurve der Motor ausgegangen war, rangierte noch zwei Positionen dahinter. Auf Grund ihrer ausgeglichenen Platzierung holten sich so die Sportfreunde aus der UdSSR die meisten Punkte für die beim Pokal entscheidende Mannschaftswertung.
Der Pokallauf der Rennwagenklasse brachte eine Überraschung. Lange Zeit sah es so aus, als ob das Dreigespann des Meisterschaftslaufes, Kramer, Melkus und Lindner, gekonnt Windschatten fahrend, hier seinen Erfolg wiederholen würde.
Vorjahressieger Vaclav Lim (CSSR/Avia) führte das Verfolgerfeld an. Später übernahm Jiri Moskal (CSSR/WAS) und Jan Vesely (CSSR/WAS) diese Rolle. Und diese beiden brachen dann auch in die Spitze ein, wie ein Sommergewitter.
Heiner Lindner bremsten Vergaserprobleme. "6000 U/min mehr war am Schluss nicht drin" resümierte er. Ulli Melkus lag bis zur vorletzten Runde noch an zweiter Position, bis sein Getriebe versagte und er nur noch im vierten Gang weiterfahren konnte. Moskal und Vesely zogen vorbei.
Frieder Kramer war allerdings nicht mehr zu gefährden. Mit abermals neuem Klassenrekord gewann er unangefochten und lieferte damit auch den größten Beitrag für den DDR-Mannschaftssieg. Ein denkbar schöner Abschluss des Rennsonntags.
Es ist schon fast müßig über die gute Organisation der Schleizer Rennen zu reden. Sie ist genauso bekannt wie das Schleizer Rennwetter. Zuschauer und Aktive waren wieder rundum zufrieden. Das große Kollektiv, angefangen von Rennleiter Gerhard Elschner bis hin zum Ordner im Fahrerlager, hat auch die diesjährige Großveranstaltung mit Bravour gemeistert. Es war ein schöner Beitrag zur DTSB Sportstafette X. Parteitag.
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